So bemalst du Keramik — fünf Sachen, die wir uns wünschen, dass du weißt
Du musst nicht zeichnen können. Aber ein paar Dinge machen das Ergebnis besser. Eine Mini-Anleitung für dein erstes Stück.
Du musst nicht “künstlerisch” sein, um schöne Keramik zu bemalen. Du musst nur wissen, wie das Material funktioniert.
1. Pinsel: dünn ist besser als groß
Die häufigste Falle: zu großer Pinsel, zu wenig Geduld. Lieber zweimal dünn auftragen als einmal dick — die Farbe deckt erst nach dem Brand richtig.
2. Drei Schichten sind Pflicht
Glasuren sehen nach dem Auftragen anders aus als nach dem Brand. Plane drei Schichten ein, sonst wirkt das Stück später ausgewaschen.
3. Kontrast wirkt mehr als Detail
Du kannst stundenlang an einer feinen Linie polieren — oder zwei mutige Farbflächen nebeneinander setzen. Das zweite gewinnt fast immer.
4. Lass den Boden frei
Wo das Stück auf der Brennplatte steht, darf keine Glasur sein. Sonst schmilzt es fest. Wir markieren dir die Zonen — aber gut zu wissen.
5. Lass es liegen
Wenn du fertig bist: nicht nochmal überarbeiten. Wirklich nicht. Wir geben dir die Pinsel zurück — du gehst Kaffee trinken. Der erste Eindruck ist der ehrlichste.
Beim nächsten Mal zeigen wir dir die Glasur-Mischung, mit der wir unsere Brand-Tasse bemalen.